Eine Idee wird Wirklichkeit

Es war irgendwann im Jahre 2007, als ein seit längerem angedachtes Projekt konkret in die Diskussion kam und durch verschiedene Anstöße Gestalt annahm: Der Grundgedanke einer Stiftung für Pöcking. - Da waren einmal Signale von wohlhabenden Bürgern, die bereit waren, das Gemeinwesen an ihrem Wohlstand teilhaben zu lassen. - Da war weiterhin die Sorge, dass der satte Ertrag der Gewerbesteuer, dem Pöcking seine viel geneidete Finanzkraft verdankt, vielleicht nicht von Dauer sein würde. Manche derzeit als freiwillige Leistungen aus dem Gemeindebudget fließenden Fördergelder zu Maßnahmen und Institutionen könnten in Gefahr geraten. - Da war schließlich die frühzeitige Erkenntnis, dass Mittel aus dem freiwilligen Aufkommen gemeinschaftsbewusster Pöckinger nicht den Wechselfällen der Tagespolitik unterworfen und nicht aktuellen Begehrlichkeiten ausgesetzt werden dürfen.

Der Zweite Bürgermeister Albert Luppart, der diese Überlegungen zuerst bündelte und hartnäckig auf allen Ebenen diskutierte, entwickelte daraus den Plan einer gemeinnützigen Stiftung, so wie sie ihm aus seiner beruflichen Tätigkeit vertraut war. Schnell gewann er die Zustimmung und Unterstützung von Bürgermeister Rainer Schnitzler und allen im Gemeinderat vertretenen politischen Gruppierungen. In Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Fachanwalt entstand die Satzung, aufgrund dieser wurden die Stiftungsorgane bestimmt. Mit Ralf Kirberg stellte sich ein stiftungserfahrener Wirtschaftsmanager, offiziell im Ruhestand, zur Verfügung, der die organisatorischen Erfordernisse kannte und die Verwirklichung zielstrebig vorantrieb. Einstimmig genehmigte der Gemeinderat am 25. Juni 2009 die Satzung der Stiftung für Pöcking und stellte die ersten 100.000 Euro für das Grundstockvermögen zur Verfügung, das durch weitere Eingänge bereits vor der rechtlichen Anerkennung der Stiftung auf 150.000 EURO anwuchs.

Am 4. Dezember 2009 wurde die Stiftung durch die Regierung von Oberbayern als rechtsfähig anerkannt. Ein Bescheid des Finanzamtes Fürstenfeldbruck vom 12. Januar 2010 attestierte ihr die Gemeinnützigkeit. Damit endet die Entstehungsgeschichte der Stiftung für Pöcking.

Es beginnt die Geschichte einer vielseitig agierenden, politisch unabhängigen, nur dem Wohl der Gemeinde und ihrer Bürger verpflichteten Einrichtung, die ihre Wirkungskraft aus dem Engagement der Bürger bezieht, und in der das Gemeinschaftsgefühl überzeugend zum Ausdruck kommt.