Berufsorientierung

Projektbeschreibung: Philosophisch gestützte BerufsorientierungBeruforientierung


Das Ende der Schulzeit stellt junge Menschen vor die große Herausforderung, sich für eine Berufsausbildung oder ein Studium zu entscheiden. Sie sehen sich häufig unbegrenzten Möglichkeiten ausgesetzt, sollen sich aber für einen, möglichst den richtigen, beruflichen Weg entscheiden.

Um die Entscheidung zu erleichtern, veranstaltet die Stiftung für Pöcking mit Manuela Pöschl den Workshop „Philosophisch gestützte Berufsorientierung“ für junge Erwachsene. Sie können während des Workshops mehr darüber erfahren, wer sie sind, was ihnen wichtig ist und was sie aus sich und ihrem Leben machen möchten.

Der philosophische Ansatz ergänzt die klassischen Maßnahmen zur Berufsorientierung um eine entscheidende Perspektive: er fördert die Selbstreflexion junger Menschen und stellt die Fragen, die beantwortet sein müssen, bevor eine Entscheidung getroffen werden kann:

Was ist mir wichtig?
Wie treffe ich eigene Entscheidungen?
Welcher Beruf passt zu mir?

Es werden mögliche Lebensentwürfen erörtert und die jungen Menschen dabei unterstützt, eine eigene Entscheidung, frei von Erwartungen Dritter, zu treffen, um so ihren (beruflichen) Weg selbst zu gestalten.
Die Stiftung für Pöcking ermöglicht es Jugendlichen mit diesem Workshop, sich in einer Gruppe Fragen zum Thema Beruf zu widmen; zu philosophieren; den anderen Teilnehmern zuzuhören; deren Gedanken auf sich wirken zu lassen und daraus eigene, neue, Gedanken weiterzuentwickeln.

Ein erster Workshop fand im November 2017 mit 8 Jugendlichen aus Pöcking und Umgebung statt. Berufsorientierung
In ruhiger und wertschätzender Atmosphäre wurde über verschiedene Lebensentwürfe nachgedacht:

„Was gehört alles zu meinem Leben, was ist mir wichtig, was will ich erreichen?“

In der ersten philosophischen Gesprächsrunde wurden Ansichten ausgetauscht, befürwortet, widerlegt oder weiterentwickelt:

„Was will ich erreichen?“

Der Blick auf eigene Stärken warf hier z.B. die Frage auf, ob es gut ist, das Hobby zum Beruf zu machen. Die entscheidende Frage war hier, ob es weiterhin Spaß macht, das was man gern tut, unter Zeit-oder Erfolgsdruck tun zu müssen? Durchhaltevermögen, finanzielle Unabhängigkeit, Sicherheit im Beruf und trotzdem Zeit für die Familie zu haben waren einige der Standpunkt.
Der Einfluss der Familie auf die eigene Entscheidung, die Frage, ob man die Familie enttäuscht, wenn man ihre Erwartungen nicht erfüllt mit seiner Entscheidung und wie man damit umgeht, waren weitere Schwerpunkte des Gedankenaustauschs.

Um die Auswirkungen von Entscheidungen ging es auch in einer zweiten philosophischen Gesprächsrunde:

„Wie kann man wissen, was die richtige Entscheidung ist?“

Abwägen, Argumente finden, Pro und Contra Liste oder aus dem Bauch heraus? Können auch falsche Entscheidungen etwas Positives bewirken? Ist eine Entscheidung für die Ewigkeit? Muss ich Entscheidungen ständig hinterfragen, oder sollte ich mich durchbeißen und das Beste daraus machen? Wie ist das mit der Freiheit von Entscheidungen?

Die TeilnehmerInnen zogen u.a. folgende Erkenntnisse aus dem Philosophieren:

•    Es ist nicht wichtig, die richtige Entscheidung zu treffen, sondern sich überhaupt einmal zu entscheiden.

•    Die Identifikation mit dem Beruf hat einen großen Stellenwert in der Zukunftsplanung.

•    Nicht nur die Berufs- oder Studienwahl ist ausschlaggebend, sondern auch die Möglichkeiten sein Leben zu gestalten.

•    Man ist nicht alleine mit seinen Gedanken, sondern fühlt sich oft bestätigt.

Wer sich mit sich selbst und seiner (beruflichen) Zukunft auseinandersetzen möchte und noch nicht so recht weiß, wie er/sie an dieses Thema heran gehen kann, für den ist die Philosophisch Gestützte Berufsorientierung vielleicht genau das Richtige.


Termine und weitere Informationen bei Anna Schmits: 0170/227 2583.